Pressemitteilung  zur Gemeinderatssitzung Morscheid am 01. Oktober 2026

Pressemitteilung zur Gemeinderatssitzung Morscheid am 01. Oktober 2026

Gutweiler, 02. Oktober 2026

Mit großer Enttäuschung reagiert die Interessengemeinschaft (IG) gegen den XXL Solarpark auf die Beratung und Beschlussfassung des Gemeinderats in Morscheid am 01. Oktober. Aus unserer Sicht wurden die zahlreichen und begründeten Beanstandungen und offenen Fragen aus den beiden Nachbargemeinden Korlingen und Gutweiler sowie deren Bürgerschaft nicht ausreichend gewürdigt sondern einfach „durchgewunken“.
„Wir bedauern sehr, dass der Gemeinderat Morscheid den Weg für den Solarpark trotz unserer Einwände weiter ebnet. Wir haben uns eine kritischere und fundiertere Auseinandersetzung mit den Auswirkungen auf Landschaft, Natur, Landwirtschaft sowie die Sichtbeziehungen aus Korlingen und Gutweiler gewünscht. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass die zahlreichen Bedenken und Einwände aus überwiegend monetären Erwägungen und ohne Rücksicht auf die Nachbargemeinden abgeschmettert wurden“ erklärt Ralf Arthkamp, Vertreter der Bürgerinitiative.
Insbesondere die Auswirkungen auf die Landwirtschaft und das Landschaftsbild sowie die langfristigen Folgen der Entscheidung müssten aus Sicht der Gegner stärker in den Mittelpunkt gerückt werden, zumal die Landwirtschaftskammer und das Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz die Planung aufgrund der überproportionalen Beanspruchung von Ackerflächen und in Anbetracht des bereits vorhandenen hohen Deckungsgrades an erneuerbaren Energien im Landkreis Trier-Saarburg ablehnen.

Die Notwendigkeit der Energiewende wird nicht in Frage gestellt und unsere Kritik richtet sich nicht grundsätzlich gegen erneuerbare Energie aber erneuerbare Energien und Klimaschutz darf nicht bedeuten, dass berechtigte Interessen einfach bei Seite geschoben werden. Wir halten den konkreten Standort und die geplante Dimension des Projekts für problematisch, zumal die Landschaft des Ruwertals bereits durch Windenergie sehr beansprucht ist.

Die IG zeigt sich ebenfalls über die Positionierung der VG Ruwer, zuständig für den Flächennutzungsplan, enttäuscht. Korrespondenz und Gespräche mit dem VG-Bürgermeister Hoffmann haben trotz seiner Aussage bei seiner Amtseinführung „Politik macht man miteinander und nicht gegeneinander“ keine Ergebnisse gebracht. Trotz fehlerhafter Strombedarfsberechnung und überhöhter Solarflächenausweisungen sowie der Tatsache, dass die Fläche in Morscheid erst auf Intervention der Ortsgemeinde unter Hinweis auf deren „Verfügbarkeit“ und unter Abänderung der ursprünglichen Flächenauswahlkriterien in den Flächenpool aufgenommen wurde, hält die VG an der problematischen Hangfläche in Morscheid fest.

Auch wenn die Entscheidungen des Gemeinderats zu respektieren sind, werden wir die weitere Entwicklung aufmerksam und kritisch begleiten. Wir werden den weiteren Planungsprozess genau verfolgen und uns weiterhin sachlich in die öffentliche Diskussion einbringen.

Pressemitteilung – IG sieht weiterhin offene Fragen bei geplanter Photovoltaikanlage in Morscheid

Pressemitteilung – IG sieht weiterhin offene Fragen bei geplanter Photovoltaikanlage in Morscheid

Interessengemeinschaft fordert transparente Diskussion über Nutzen, Größe und Auswirkungen des Projekts „Im Scharz – Bei Hundsborn“

Die Interessengemeinschaft (IG) gegen den geplanten XXL-Solarpark in Morscheid sieht ihre wesentlichen Kritikpunkte auch nach dem jüngsten Austausch mit Verbandsbürgermeister Hoffmann und seiner Verwaltung immer noch als ungeklärt an. Aktuell hat sie einen Appell an den Gemeinderat Morscheid gerichtet, und diesen aufgefordert, das Projekt nochmals auf den Prüfstrand zu stellen.

Die Hauptkritikpunkte der IG im Überblick:

Sorge um Landschaft und Lebensqualität

Ein zentraler Kritikpunkt ist aus Sicht der Interessengemeinschaft die geplante Größe und Lage der Anlage. Das Gebiet befindet sich in einer exponierten Hanglage im Ruwertal und ist daher weithin sichtbar. Die mit 25ha geplante Anlage wird das Landschaftsbild nachhaltig und massiv verändern und sich negativ auf die Lebensqualität sowie auf die Bedeutung der Region als Naherholungsgebiet auswirken. Die Auswirkungen auf das Landschaftsbild sowie insbesondere auf die angrenzenden Orte Korlingen und Gutweiler sieht die IG Bebauungs-planverfahren nicht ausreichend berücksichtigt.

Fehlerhafte Ausgangsdaten bei der Ermittlung des künftigen Strombedarfs

Besonders kritisch bewertet die Interessengemeinschaft Fehler bei der Flächenausweisung im Rahmen der 6. Änderung des Flächennutzungsplans:

Die Verwaltung hat mittlerweile eingeräumt, dass bei der Ermittlung des künftigen Strombedarfs fehlerhafte Werte verwendet wurden, die durchschnittlich um 9,5 Prozent zu hoch lagen, hält dies jedoch nicht für entscheidend. Die IG kommt auf Grundlage des Klimaschutzkonzepts der VG Ruwer zu dem Ergebnis, dass rund 75 Hektar Modulfläche in der gesamten VG ausreichend sind um den Strombedarf der Verbandsgemeinde zu decken, während der Flächennutzungsplan insgesamt 117 Hektar ausweist. Nach Ansicht der IG entsteht damit – je nach Berechnungsmodell – ein Eigenversorgungsgrad von bis zu 357 Prozent. Ob bewusst deutlich mehr Fläche ausgewiesen wurde, als für die Versorgung der Verbandsgemeinde erforderlich wäre und ob der Verbandsgemeinderat sich beim Beschluss der Flächennutzungsplanänderung darüber überhaupt bewusst war wird vom VG-Bürgermeister und seiner Verwaltung ausweichend beantwortet.

Welchen Nutzen hat die Region?

Auch die Frage, wer letztlich vom erzeugten Strom profitiert, beschäftigt die IG. Nach den ihr vorliegenden Informationen soll der Strom über langfristige Vermarktungsverträge verkauft und in das öffentliche Netz eingespeist werden. Nach Kenntnis der IG sind an dem Projekt die Firmen WI Energy und WES Green beteiligt, eine Tochtergesellschaft der Enovos Renewables GmbH und damit Teil der Encevo S.A. – eine luxemburgische Energieholding.

Die Interessengemeinschaft vermisst deshalb konkrete Aussagen darüber, welchen direkten Nutzen die Bürgerinnen und Bürger sowie die Region von dem Projekt haben. Ursprünglich diskutierte Ziele wie Bürgerstrom oder eine unmittelbare regionale Wertschöpfung seien zuletzt nicht mehr erkennbar gewesen. Die IG fordert daher mehr Transparenz darüber, wer wirtschaftlich von der Anlage profitiert und ob die Verbandsgemeinde, die Ortsgemeinde Morscheid und die Bürgerinnen und Bürger des Ruwertals auch davon profitieren. Insbesondere vor dem Hintergrund einer möglichen Stromproduktion, die den bilanziellen Eigenbedarf der Verbandsgemeinde deutlich übersteigt, stelle sich die Frage, ob hier tatsächlich noch die regionale Energieversorgung oder vielmehr der privatwirtschaftliche Nutzen einiger weniger Grundstückeigentümer im Vordergrund steht.

Kritik an Planung und Standortauswahl

Nach Auffassung der Interessengemeinschaft wurden mögliche Alternativen zu der großflächigen Anlage auf landwirtschaftlich genutzten Flächen nicht ausreichend geprüft. Dazu zählen beispielsweise Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden, Brachflächen oder Parkplatzflächen. Auch die Auswirkungen auf Natur und Artenschutz sieht die IG kritisch. Sie befürchtet, dass durch die Anlage und die dafür notwendige Infrastruktur Lebensräume beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang blieben auch die Fragen unbeantwortet, warum ausgerechnet diese auf einem Nordhang gelegene Fläche in Morscheid erst zu einem späteren Zeitpunkt im Flächennutzungsplanverfahren durch Aufhebung des ursprünglichen Ausschlusskriteriums (Hanglage) und trotz ihrer Lage im landwirtschaftlichen, touristischen und klimatischen Vorranggebiet letztlich doch in den Flächenpool aufgenommen wurde und auf wessen Initiative hin dies geschah.

Fragen zu Klima, Wasser und Starkregen

Weitere offene Punkte sieht die Interessengemeinschaft bei möglichen Auswirkungen auf das lokale Klima und den Wasserhaushalt. Aufgrund der Hanglage müsse insbesondere untersucht werden, welche Folgen Starkregen, Oberflächenabfluss und mögliche Bodenerosion haben könnten. Die IG fordert außerdem Klarheit darüber, wer für mögliche Schäden verantwortlich ist. Der geplante Standort liegt in einem Vorbehaltsgebiet, das für die Entstehung und den Abfluss von Kaltluft von Bedeutung ist. Die großflächige Überbauung mit Photovoltaikmodulen könnte nach Auffassung der IG insbesondere an heißen Sommertagen Auswirkungen auf die lokale Wärmeentwicklung und das Kleinklima haben. Deshalb sollte der Standort und die Erwärmung der Modulflächen sowie deren Auswirkungen auf die Kaltluftentstehung und den Kaltluftabfluss und das Kleinklima fachlich nachvollziehbar untersucht und bewertet werden.

Auch Fragen zu möglichen Blendungen, Reflexionen und Geräuschen durch technische Anlagen seien aus Sicht der IG noch nicht ausreichend beantwortet.

IG fordert offene politische Diskussion

Ralf Arthkamp, Sprecher der Interessengemeinschaft, erklärt: „Wir stellen uns nicht gegen die Energiewende und auch nicht gegen Photovoltaik. Aber gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung muss die Frage erlaubt sein, ob die Eingriffe in Landschaft, Natur und möglicherweise auch das lokale Klima tatsächlich in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehen.“
Es fehle aber offenbar der politische Wille, die Planung für Morscheid vor dem Hintergrund der aufgezeigten Fragen erneut zu diskutieren. Statt einer offenen politischen Debatte werde an der bestehenden Beschlusslage festgehalten, obwohl aus Sicht der IG weiterhin wesentliche Fragen zur Strombedarfsermittlung, zur notwendigen Größe der Flächenausweisung und zu den Auswirkungen auf Landschaft, Klima und Bevölkerung offen seien.
Die Interessengemeinschaft fordert eine bedarfsgerechte, transparente und nachvollziehbare Planung sowie einen offenen politischen Diskurs über die Ziele und Folgen großflächiger Photovoltaikanlagen im Ruwertal.

Für Oktober wird mit einer Gemeinderatssitzung in Morscheid gerechnet. Dabei soll über die mehr als 200 Einwände aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit zum Bebauungsplan „Im Scharz – Bei Hundsborn“ beraten und beschlossen werden.

Das Bild zeigt den Blick von der Korlinger Höhe, Startpunkt Traumschleife über Gutweiler zur geplanten FFPV-Anlage in Morscheid.
Die PV-Fläche ist eine vereinfachte schematisierte Darstellung ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Pressemitteilung – Mahnwache gegen geplanten Solarpark in Morscheid – „Bürgerstrom ein leeres Versprechen?“

Pressemitteilung – Mahnwache gegen geplanten Solarpark in Morscheid – „Bürgerstrom ein leeres Versprechen?“

Waldrach, 06.10.2025 – Bereits zum dritten Mal hat die Interessengemeinschaft (IG) gegen den geplanten Solarpark in Morscheid eine Mahnwache abgehalten. Anlass war eine von der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer einberufene Einwohnerversammlung zum Thema „Erneuerbare Energien, Flächennutzungsplanung und AöR“.
Trotz großer Erwartungshaltung blieben viele Fragen der anwesenden Bürger unzureichend beantwortet – eine ernüchternde Veranstaltung, die aus Sicht der IG zudem viel zu spät kam. Die Kritik der IG am Vorhaben bleibt deutlich und fundiert: Sprecher Ralf Arthkamp betonte erneut gravierende Mängel bei der Planung des rund 25 Hektar großen Projekts. Sowohl im Flächennutzungs- als auch im Bebauungsplan wurden zentrale Punkte nicht ausreichend geprüft. Besonders fragwürdig, in den dazugehörenden Unterlagen: Dass die Landschaftsbildqualität des betroffenen Gebiets als „gering bis sehr gering“ eingestuft wurde – eine Einschätzung, die dem tatsächlichen Charakter der Landschaft aus Sicht der IG nicht gerecht wird. Die Frage, warum die Sichtbeziehung der Anlage zu den Ortschaften Gutweiler und Korlingen nicht beachtet wurde, blieb unbeantwortet. Betrachtet wurde lediglich die Sichtbeziehung zu Riveris und Sommerau, auf der Karte zwar die nächstgelegenen Ortschaften, aber durch die Topographie ohne Sichtbezug zum geplanten Solarpark. Ein weiterer Kritikpunkt: Die schlechte Kommunikation seitens der Verwaltung. Die Anwesenden empfanden die Kommunikation des Projekts mittels der Bekanntmachung der Entwicklungsstände des Flächennutzungsplans, also der rechtlichen Grundlage für das Vorhaben, als unzureichend. Die Bürger und Ortsgemeinden hätten sich Informationsveranstaltungen mit ausreichenden Daten, Fakten und Visualisierungen gewünscht, um die Tragweite des angestrebten Projekts realisieren und einschätzen zu können. All dies wurde von der abgewählten VG-Bürgermeisterin als nicht notwendig angesehen und daher auch nicht veranlasst. Ein zentrales Thema war auch die Frage nach dem Verbleib des erzeugten Stroms. Ob der von der AöR in Aussicht gestellte „Bürgerstrom“ kommen wird, ist sehr
fraglich. Der regionale Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger aller Ortsgemeinden der VG Ruwer bleibt so gut wie aus. Der lokal produzierte Strom wird wahrscheinlich nur zu einem kleinen Teil vor Ort genutzt werden – eine preisliche Entlastung der Bevölkerung in Form eines Bürgerstromtarifs wäre laut Aussage der
VG Ruwer maximal im niedrigen einstelligen Centbereich unterhalb aktueller SWT Tarife vorgesehen. Auch die anwesenden Vertreter des Projektentwicklers WI-Energy blieben hierzu eine Antwort schuldig.

Stattdessen stellt sich die Frage: Wohin geht der Strom wirklich – und wer profitiert? Laut Aussage der VG wird die komplette Menge des aktuell in der VG Ruwer durch erneuerbare Energien erzeugten Stroms weiterverkauft und bleibt nicht vor Ort. Wird sich diese Praxis auch mit den neu geplanten Photovoltaik-Anlagen fortsetzen? Ein Bürger äußerte die Vermutung, dass der Strom ins benachbarte Luxemburg exportiert werden könnte – immerhin ist Enovos, eine Tochter des staatlichen luxemburgischen Energieversorgers, der größte Investor des Projekts.
Die Interessengemeinschaft fordert daher weiterhin einen sofortigen Stopp der laufenden Planungen sowie eine grundlegende Überarbeitung des Flächennutzungsplans. Der Widerstand wird weitergehen – öffentlich, friedlich, aber entschlossen.

Pressemitteilung – Mahnwache gegen geplanten Solarpark in Morscheid

Pressemitteilung – Mahnwache gegen geplanten Solarpark in Morscheid

Korlingen, 29.08.25 – Bereits zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat die Interessengemeinschaft (IG) eine Mahnwache anlässlich einer CDU- Wahlkampfveranstaltung der Verbandsbürgermeisterin abgehalten. 45 Mitglieder der IG nutzten die Gelegenheit, um ihren Protest gegen den geplanten Solarpark in Morscheid deutlich zu machen.

Im Mittelpunkt der Kritik stand erneut die Bürgermeisterin, die sich – wie schon eine Woche zuvor in Gutweiler – den Fragen und Vorwürfen der Bürgerinnen und Bürger stellen musste. Hauptkritikpunkte waren die aus Sicht der IG unzureichende Kommunikation seitens der Verwaltung, die Bevorzugung eines privaten Investors anstelle einer Bürgergenossenschaft, sowie das fehlende Vorantreiben einer öffentlich-rechtlichen Organisationsform (AöR).

Die Interessengemeinschaft fordert einen sofortigen Stopp der Planungen für die rund 25 Hektar große Photovoltaik-Anlage sowie eine Änderung des Flächennutzungsplans. Die VG Bürgermeisterin hat signalisiert, die Botschaft der Interessengemeinschaft verstanden zu haben und versprach ihre Möglichkeiten einer Verhinderung oder Verkleinerung des geplanten Solarparks zu prüfen.

Nach rund zwei Stunden intensiver und emotional geführter Diskussion endete die Veranstaltung. Die IG kündigte an, auch weiterhin öffentlich gegen den Solarpark Stellung zu beziehen.

Pressemitteilung – Mahnwache gegen den XXL-Solarpark Morscheid am 23.08.25

Pressemitteilung – Mahnwache gegen den XXL-Solarpark Morscheid am 23.08.25

Gutweiler, 24.08.25 In Gutweiler nutzten zahlreiche Mitglieder der Interessengemeinschaft aus Gutweiler und Korlingen den Wahlkampfauftritt der Verbandsbürgermeisterin, um mit einer Mahnwache gegen den XXL-Solarpark Morscheid zu protestieren.

Im Gespräch schlug der VG-Bürgermeisterin eine Welle der Empörung wegen des in Morscheid geplanten massiven Eingriffs in die Natur und Landschaft des Ruwertals durch den Bau eines 24 Hektar großen Solarparks entgegen. Die Bürger kritisierten die desaströse Informationspolitik der Verbandsgemeinde im vorangegangenen Flächennutzungsplanverfahren sowie die eklatante Missachtung der Bundes- und Landesleitlinien zum Bau von Freiflächen-PV-Anlagen bei der Festlegung der Fläche in Morscheid und forderten eine politische Korrektur zur Verlagerung auf alternative Standorte. Dabei wurden auch Stimmen laut, die angesichts der Landschaftszerstörung um die Attraktivität ihrer Immobilien fürchten.

Ein Vermittlungsgespräch zwischen der IG, den Ortsbürgermeistern von Morscheid, Korlingen und Gutweiler und der VG-Bürgermeisterin soll zeitnah stattfinden.

Die IG kündigte für den 29. August eine erneute Mahnwache anlässlich des bevorstehenden Wahlkampfbesuchs der VG-Bürgermeisterin in Korlingen an, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Widerstand gegen den Solarpark Morscheid formiert sich. Gegner machen mobil.

Widerstand gegen den Solarpark Morscheid formiert sich. Gegner machen mobil.

Pressemitteilung Gründungstreffen IG am 12.08.25

Am Dienstag, den 12. August 2025 folgten über 100 Teilnehmer aus den Ortschaften Korlingen, Gutweiler,  Waldrach, Morscheid, Gusterath und Schöndorf bei einem Treffen im Gemeindehaus Korlingen dem Aufruf zur Bildung einer Interessengemeinschaft unter dem Motto: „Ja zur Photovoltaik – Nein zum XXL-Solarpark in Morscheid“.

Der Widerstand richtet sich gegen die Aufstellung eines Bebauungsplans durch die Gemeinde Morscheid zur Errichtung eines Solarparks und gegen die Informationspolitik der Verbandsgemeinde Ruwer, die dieses Projekt unterstützt. Gemäß dem Bebauungsplan mit ca. 24 Hektar sollen 142.800 Quadratmeter – das entspricht der Größe von 20 Fußballfeldern – auf einem Westhang, der den Ortschaften Korlingen und Gutweiler gegenüber liegt, mit Solarmodulen überzogen werden.

Ziele der Interessengemeinschaft sind u.a. die Verhinderung einer überdimensionierten Photovoltaik-Freiflächenanlage in der Hanglage, die Bewahrung der Naturlandschaft als Alleinstellungsmerkmal im Ruwertal und die Verhinderung des unwiederbringlichen Verlusts von fruchtbaren landwirtschaftlichen Flächen.

Das Verhalten der Gemeinde Morscheid wurde als eigennützig und rücksichtslos gegenüber den Nachbargemeinden Korlingen und Gutweiler gesehen, die auf dem gegenüberliegenden Hang des Ruwertals liegen. Die Teilnehmer richteten auch den Aufruf zum politischen Widerstand an die anwesenden Gemeindevertreter von Korlingen und Gutweiler.

Interessenten können der Interessengemeinschaft jederzeit beitreten und sich unter ig.photovoltaik@gmail.com anmelden.